Rückblende - Westeuropa

 

Aktuelle Ereignisse verschwinden oft sehr schnell wieder aus den Schlagzeilen. - Warum ?

Weil sie von neueren Meldungen verdrängt werden.  -  Trotzdem sind viele davon es wert, dass man sich daran erinnert, weil man spätere Ereignisse oft nur dadurch richtig einschätzen kann.

 

Hier soll von Themen aus Deutschland und dem westlichen Europa die Rede sein.


Nafris

 

Da vereinbarten sich am Sylvester-Abend Hunderte von "Asylsuchenden mit nordafrikanischem Herkunfts-Hintergrund" über Social Medias, um gemeinsam per Bahn zum Kölner Hauptbahnhof zu fahren, offensichtlich um dort Radau zu machen. Man wollte sich wohl rächen, wegen der ungünstigen Presseberichte über die Vorgänge am Domplatz an Sylvester letztes Jahr.

Doch die Polizei war vorgewarnt, kesselte diese verdächtigen Personengruppen gleich ein, kontrollierte ihrer Personalien, nahm einige fest und verwies einige hundert Personen des Ortes. Infolge dessen blieb es - im Gegensatz zu letztem Sylvesterabend - friedlich auf dem Domplatz.

Doch schon gibt es Proteste: Die Polizei hatte in ihrer Verlautbarung diese Personengruppe als "Nafris" bezeichnet, Kurzform für "Nord-Afrikaner". Das ist in meinen Augen keiner Verunglimpfung; eingangs erwähnte offizielle Bezeichnung ist einfach viel zu lang. Aber einige Möchte-gern-Politiker/innen mussten sich gleich darüber ereifern. Sie haben wohl nichts Wichtigeres zu tun. So sah sich der Kölner Polizei-Präsident denn gezwungen, sich wegen dieser Wortwahl zu entschuldigen ! !

Fassen wir zusammen: Da überschwemmen Tausende von jungen Männern aus dem Mahgreb unser Land, beantragen Asyl mit der Behauptung sie seien politisch verfolgt, ohne Papiere, unter falscher Namens- und Nationalitäts-Angabe. Viele bessern ihr Taschengeld bereits mit kleinkriminellen Handlungen auf und betrachten deutsche Frauen als Freiwild (Zugegebenerweise sind manche deutsche Touristinnen in islamischen Ländern nicht ganz unschuldig an dieser Betrachtungsweise).

Aber wehe dem, der diese kleinen Betrüger nicht mit dem gebührlichen Respekt behandelt !

 

Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass viele abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben werden können, weil sie keine gültigen Papiere haben. So eine Person schmeißt also ihre Papiere weg ... und ist dadurch sicher vor einer Abschiebung ! !  -  Dass sich die deutschen Behörden dermaßen auf der Nase herum-tanzen lassen, ist unfassbar und lächerlich zugleich. Jeder Falschparker hierzulande wird unnachgiebig verfolgt ... aber hier versagt der deutsche Amtsschimmel !  

Auf der anderen Seite wird dann wieder einmal ein Exempel statuiert: Da wird dann plötzlich eine Familie abgeschoben, die schon lange hier lebt und längst integriert ist. Egal, dass der Vater einer geregelten Arbeit nachgeht und brav Steuern zahlt, die Kinder in die Schule gehen, längst perfekt die deutsche Sprache beherrschen und deutsche Freunde haben...

Nein, der deutsche Staat (oder die sich dafür halten) muß Stärke zeigen ... Warum aber immer an falscher Stelle ?

                                                                                                                                                            (Januar 17)


                                                  Das junge Genie und der (vermeintliche) alte Tor 

 

Zwei bemerkenswerte Themen tauchten in den letzten Tagen in den Medien auf: 

Die Pläne des 11-jährigen Holländers Jurre Hermans, wie man Griechenland und den Euro retten könnte . . . 

und das politische Gedicht des 84-jährigen deutschen Schriftstellers Günter Grass. 

 

                                                                             Das junge Genie 

 

Es ist schon erstaunlich, dass ein 11-Jähriger eine Idee entwickelt hat, auf die all die Finanz-Experten nicht gekommen sind. Dabei ist die Idee so einfach wie bemerkenswert.

Sein Plan: 

Alle Griechen sollten ihre Euros an den griechischen Staat zurück-geben, der ihnen dafür die Summe in alten Drachmen zurück-gibt. Die Drachme wäre damit wieder das alleinige Zahlungsmittel innerhalb Griechenlands. Der Staat könnte mit den eingesammelten Euros seine Schulden begleichen und wäre somit schuldenfrei. 

Auch Experten sind der Meinung, dass dieser Plan durchaus funktionieren könnte. 

 

Natürlich könnten die Griechen dadurch vorerst nicht in´s Ausland reisen, aus Mangel an Devisen. Auch Importe wären aus dem selben Grund kurz-zeitig nicht möglich. Weil aber die Drachme auf dem Devisenmarkt vermutlich sehr niedrig eingestuft würde, würde Griechenland andererseits zum Billig-Land für Ausländer ... und daher als Urlaubs-Land plötzlich sehr attraktiv werden. 

Der Tourismus würde wieder florieren und sehr viele Devisen in´s Land schwemmen. Ausserdem sind da auch noch die Geldmengen an Euro, die von den Auslands-Griechen (z.B. in Deutschland) nach Hause transferiert werden.

Ich kann mir vorstellen, dass eine Konsolidierung des griechischen Staats-Haushaltes binnen weniger Jahre möglich wäre. Und dann würden wieder die Investoren in´s Land kommen (Ob man das nun wieder positiv oder negativ sehen sollte, da bin ich geteilter Meinung). Natürlich müssten auch gleichzeitig Maßnahmen gegen Steuerflucht, Korruption und Bürokratismus unternommen werden . . .                                                             (April 12)   

 

                                                                    Der (vermeintliche) alte Tor 

 

Da schreibt ein alter Mann - ein allseits bekannter und geachteter Schriftsteller - durchaus auch selbst-kritisch, ein Gedicht mit dem Titel:   "Was gesagt werden muß" 

Selbst-kritisch deshalb, weil er es in seinem langen Leben bisher nicht gewagt hatte, eine Wahrheit öffentlich aus-zu-sprechen. Eine Wahrheit die jeder kennt, die aber zu benennen sich kaum jemand wagt (Wer es trotzdem tut, wird in den Freitod getrieben). 

 

Und was ist nun die Kern-Aussage dieses brisanten Gedichts ? 

"Dieser kleine Staat im Nahen Osten gefährdet systematisch den ohnehin brüchigen Weltfrieden !" 

Große Verwunderung !   -   Wer hat das bisher noch nicht gewusst ? 

Und trotzdem bricht im deutschen Blätterwald ein Sturm der Entrüstung los: "Das ist eine unverantwortliche Hetzschrift  -  das ist Antisemitismus pur !"  Auch in den Medien der anderen westlichen Staaten herrscht der selbe Tenor vor.  

Kritik an der kriegerischen Politik des kleinen, bis an die Zähne bewaffneten Terror-Staates ist also Antisemitismus ? 

Folglich wäre Kritik an dem "Braunen Spinner" also Deutschen-Feindlichkeit. Ich sehe das nicht so. 

 

Derweilen reiben sich die dortigen Machthaber die Hände: Alles läuft nach Wunsch !  Die westlichen Staaten stehen offensichtlich treu hinter ihnen, ganz gleich, welche neuen Schweinereien sie auch planen. 

Und die Zeichen der Zeit sind günstig: Der amerikanische Präsident Obama, mitten im Wahlkampf, von allen möglichen Gegnern bedrängt, kann es sich nicht leisten die mächtige jüdische Lobby zu vergraulen. Die europäischen Staaten, zumeist ohnehin von konservativen Parteien regiert, haben mit der Euro-Rettung genügend eigene Probleme. Auch die arabischen Nachbar-Staaten sind mit sich selbst beschäftigt. Niemand also, der ihren Kriegs-Gelüsten im Wege stehen würde. 

Und der kleine Maulheld Ahmadinechad liefert einen wunderbaren Angriffs-Grund: Stellt der doch tatsächlich das Existenz-Recht des zionistischen Staates in Frage . . . und ausserdem leugnet er auch noch den Holocaust. 

Das ist wirklich eine Steilvorlage . . . und das Beste daran ist: Diese Argumente wurden auch noch vom Westen geprägt. 

Dabei müsste man doch ernsthaft fragen: Wen interessiert eigentlich, was dieser kleine Spinner denkt ? 

Die Parlaments-Wahlen vor kurzem haben gezeigt, dass er ohnehin auf dem absteigenden Ast ist . . . und ausserdem darf er - laut Verfassung - zu den nächsten Präsidentschafts-Wahlen gar nicht mehr antreten. 

Es ist wirklich lächerlich, dem so viel Aufmerksamkeit zu schenken. Darüber sollte auch der Westen nachdenken; sie werten ihn damit doch nur auf. 

Und überhaupt: Angenommen, der Iran hätte die Atombombe und die dazu nötige Träger-Rakete. Wie könnte er denn den Staat Israel angreifen, ohne gleichzeitig auch die Palästinenser aus-zu-radieren und andere angrenzende arabische Länder in Mitleidenschaft zu ziehen ? Das ist praktisch gar nicht möglich.

Also ist diese These - der Iran bedrohe den Staat Israel - vollkommen illusorisch und letztlich nichts anderes als eine primitive Propaganda.   

Derweilen sind die Kriegs-Vorbereitungen schon im Gange. Man braucht nur noch die zwei U-Boote, von denen man Atom-Raketen abschießen kann, die Deutschland in Bälde (als Geschenk) liefern wird. Und ausserdem von Amerika noch einige panzer-brechende Gefechtsköpfe, mit denen man meter-dicke Mauern durchschlagen kann. 

Obama ziert sich noch, aber den werden sie schon noch weich-klopfen, wenn sein Wahl-Termin näher-rückt. 

Endlich können sie dann ihre Atom-Waffen ausprobieren; das juckt ihnen doch schon lange in den Fingern. 


Aber was versprechen sich die Aggressoren von einem Krieg gegen den Iran ? 

Ja klar, den Reichtum des Landes an Öl und anderen Bodenschätzen . . . und wahrscheinlich auch "Lebensraum". Den Waffengang werden sie wohl siegreich für sich entscheiden können, aber was dann ?  

Wie wollen sie als kleines Volk diese Land besetzen und unter Kontrolle halten ?  Rechnen sie damit, dass die einflussreiche jüdische Lobby in den USA dafür sorgen wird, dass sich diese Großmacht wieder auf solch ein Abenteuer einlässt, wie damals im Irak ?  

Zudem ist zu befürchten, dass das Land zu großen Teilen unbewohnbar werden wird, wegen der radioaktiven Verstrahlung. Die Folgen werden riesige, noch nie da-gewesene Flüchtlings-Ströme sein, die sich westwärts wälzen und auch vor ihren eigenen Grenzen nicht halt machen werden. Wollen sie dann auch auf diese Flüchtlinge schießen ? ?                                                                                                                                                  (April 12) 


 

                                                                                Aufstand ? ? 

 

"London brennt" titelten die großen Tageszeitungen vor einigen Monaten. Und man dachte ( nicht ohne eine gewisse Sympathie): Jetzt steht sie auf, die Jugend der unter-privilegierten Bevölkerungs-Schichten, gegen die Ungerechtigkeiten im gesellschaftlichen System. Doch es stellte sich bald heraus, dass das so nicht stimmte.

 

Da gab es keinerlei Forderungen an die politische Führung des Landes. Die Aktionen der Masse beschränkten sich lediglich auf Gewalt - brennende Häuser, brennende Autos, allgemeine Zerstörung und . . . geplünderte Geschäfte !

Warum aber waren nicht die Banken Ziel der Angriffe ?  Warum brannten nicht die vornehmen Penthouses in den Nobel-Vierteln ?  Das könnte man noch irgendwie verstehen. Aber man zündet doch nicht dem Nachbarn sein Dach über´m Kopf an, wenn man gesellschaftliche Veränderungen erzwingen will !   

 

Einige Interviews im Fernsehen mit Beteiligten brachten es dann auch über-deutlich an den Tag: Das waren keine unter-privilegierten Jugendlichen die Gerechtigkeit einfordern wollten. Man muß sie wohl als rotzige "Trend-Kids" bezeichnen, deren Eltern sich in unter-bezahlten Jobs abschuften, um ihren Kindern all das zu ermöglichen, was diese glauben unbedingt haben zu müssen. Derweilen kreisen deren Interesse nicht etwa um Ausbildung und ihre Zukunft, sondern nur um ihre Mode-Klamotten und ihr neuestes Smartphone, Sachen eben, die man als smartes Großstadt-Kid einfach haben MUSS.  

Da es aber auf Dauer langweilig ist, immer nur mit seinen neuesten Klamotten und Smartphones vor Gleich-Gesinnten anzugeben, waren solche Randale-Aktionen eine "geile" Abwechslung. Ein Risiko bestand kaum, denn wenn die Polizei anrückte, konnte man sich ja schnell verdrücken. Und wer noch nie selber etwas erarbeitet hat, der hat auch keine Skrupel dabei, anderer Leute Eigentum zu zerstören. 

Der wohl interessanteste Nebeneffekt waren aber die Plünderungen von Geschäften. So konnte man sich ohne Mühe den neuesten Flachbild-Fernseher, oder das Smartphone der neuesten fünften Generation greifen. 

 

Einige derer, die im Internet zu solchen Randale-Aktionen aufgerufen haben, wurden inzwischen zu Haftstrafen verurteilt. Und schon tönt es wieder durch die Medien: "Diese Strafen sind viel zu hart; man nimmt den Jugendlichen die Chance für die Zukunft . . ."    

Ich dagegen meine: Es ist wichtig, ein paar Exempel zu statuieren. Nur so bekommt man die Situation wieder in den Griff. Milde Urteile dagegen hätten eine katastrophale Wirkung; sie wären geradezu eine Aufforderung zu weiteren Randale-Aktionen. 

Und was die Chance für die Zukunft anbelangt: Eine Haftstrafe in speziellen Jugend-Gefängnissen, mit der Möglichkeit zu einer Berufs-Ausbildung, kann sogar ein Gewinn für diese Jugendlichen sein. 


Ähnlich motiviert waren die Randale-Aktionen, die ein Jahr zuvor die Banlieules, die Problem-Viertel in den Aussenbereichen von Paris wochenlang erschüttert haben. Auch hier genau dasselbe: Keine politischen Forderungen, aber jede Nacht Hunderte von brennenden Autos. Was ist der Sinn, des Nachbars Auto anzuzünden, wofür der jahre-lang hart gearbeitet hat ?  Es war wirklich nichts anderes, als eine neue Art von Kriegs-Spielen der gelangweilten Großstadt-Kids, auf Kosten ihrer arbeitsamen Nachbarn.  -  Kriegs-Spiele, diesmal nicht nur am Computer sondern in natura ... und trotzdem ohne eigenes Risiko. "Echt geil !" 


Sicherlich gehörten die Beteiligten nicht gerade zu den privilegierten Schichten und sicherlich sind ihre beruflichen Chancen nicht besonders rosig. Aber manchmal muß man eben in den sauren Apfel beissen und Arbeit annehmen was man bekommt, auch wenn sie unattraktiv und schlecht bezahlt ist. 

Und hier scheint mir das wirkliche Problem zu liegen, denn man ist auch bequem und lebt lieber von Sozialhilfe als sich abzurackern. Nebenbei "dealt" oder stiehlt man noch ein bisschen und lebt auf diese Weise erheblich besser, als wenn man sich mit einer unattraktiven Arbeit seinen Lebensunterhalt selber verdienen muß.  


Auch die mangelnde Bereitschaft anderswo nach Arbeit zu suchen, ist ein großer Hemmschuh. "Ich kann ja hier nicht weg, denn ich habe hier meine Freunde". Solch ein Ausspruch aus jugendlichem Munde ist wirklich nicht akzeptabel. 

Nicht zuletzt habe viele Jugendliche ihre mangelnden beruflichen Chancen selber mit verursacht, in dem sie sich in der Schule dem Lernen verweigert haben.  - "Schule ist doof, die Lehrer sowieso und überhaupt alle Erwachsenen", mit so einer Einstellung erleidet man unwillkürlich Schiffbruch. Wenn sie dann weder Lesen, Schreiben noch Rechnen beherrschen, dann sind sie logischerweise für keinerlei Beruf zu gebrauchen.  -  Ist es sinnvoll, mit solchen Menschen Mitleid zu haben ?                                                                                                           (Jan. 2012)