Lyrics


Es kommt selten vor, aber hin und wieder fallen mir auch ein paar Reime ein. Wie von mir nicht anders zu erwarten, sind die dann sozial-kritischer Art, oder ein Spott-Gedicht über einen dieser selbstherrlichen politischen Bonzen, die glauben über uns herrschen zu müssen.  


                                                             

                                                           Tanz auf dem Vulkan

(oder "Martin´s sozial-kritischer Rund-um-Schlag")  

 

Sozial-kritisches Tanzlied (für Gitarren-Begleitung) 2013  -  Melodie & Text: Martin v.d. Einöde

 

Wir wollen tanzen  -  und modisch rum-strawanzen

auf dem Vulkan  -  was geht uns die Zukunft an ?

Soll´n sich doch die ander´n Sorgen machen  -  Dekadenz ist "cool" und schön

und wenn alles wird zusammen-krachen  -  irgendwie wird´s weitergeh´n.

 

Alles was wir woll´n ist Spaß  -  verlieren dabei jedes Maß

wir leben hier im Überfluß  -  neu´ste Mode ist ein Muß.     Yeah  !    

 

(Und) alle sind am Schaffen  -  und Zeugs zusammen-raffen

keiner denkt daran  -  dass das auch mal schiefgeh´n kann

Massen strömen in die Einkaufs-Tempel  -  es regiert Konsum-Terror pur

kauft ihr Leut´, kauft all den teuren Krempel !  -  hernach holt´s die Müll-Abfuhr.

 

(Und) jeder kleine Rotzer  -  gibt sich als großer Kotzer

bieselt er in´s Bett nicht mehr  -  so glaubt er gleich, er ist schon wer

fühlt sich stark nur in der Freundes-Blos´n  -  sein iPhone ist sein einz´ger Lebenszweck allein

auf sich gestellt, da scheisst er sich in seine Hänge-Hos´n  -  doch Marken-Hosen müssen es schon sein.  

 

Sie, die einerseits nichts leisten  -  kann denn das vernünftig sein ?

fordern and´rerseits am meisten  -  von ihren Erzeugern ein.

 

Wir die Super-Reichen machen es euch vor  -  von Arbeit leben tut doch nur ein Tor

Banken-Derivate, Börsen-Resultate  -  das ist alles, was uns int´ressiert

Wirtschaft ruinieren, Firmen filetieren  -  wir haben uns deswegen nie geniert.     Nööh  !

 

Wir die gerne mit dem Reichtum prahlen  -  wir fühlen uns als Creme de la Creme

aber trotzdem keine Steuern zahlen  -  auf and´rer Kosten lebt sich´s angenehm.    Bääh  !  

 

Und mit den Armen  -  ham mer kein Erbarmen

in dieser Ego-Welt  -  ist jeder auf sich selbst gestellt

Haben wir es doch zu viel Erfolg gebracht  -  und wir sind so stolz auf dies, ja dies

Skrupellos haben wir das große Geld gemacht  -  wir sind erfolgreich  ... und fies !

 

* Wir die hinter Hecken hocken  -  um den Bürger abzuzocken

sind die bösen Radar-Blitzer  -  allerseits Gemüts-Erhitzer

Wir pinkeln ander´n liebend gern an´s Bein

Herrlich ist´s ein Schw...  ähh ... gemein zu sein !  

(Diesbezüglich möchte ich mich bei den Vierbeinern für diesen unpassenden Vergleich entschuldigen !)

 

* Wir die blassen Ämter-Hocker  -  fühlen uns als harte Rocker

im Grunde nur komplex-beladen  -  woll´n dem Bürger wir nur schaden

Wir machen uns ganz schrecklich wichtig  -  und sei der Anlass noch so nichtig

Wir sehnen uns nach Macht und Ruhm  -  in uns´rem mickrig´ Zwergentum

"Le état cest moi" - der Staat, der bin ich  -  drum Bürger schikanier ich dich !

 

* Wir die Paragraphen biegen  -  sind immer offen für Intrigen

fühlen uns als wahre Götter  -  des Staates kühne Drachentöter

Gerechtigkeit ist uns nicht wichtig  -  Vernunft und Fairness sind doch nichtig

Das Recht, das haben wir gepachtet  -  der Bürger wird von uns verachtet

Doch im Grunde sind wir Winkel-Juristen  -  nur die Handlanger ...

von irgendwelchen bösartigen, niederträchtigen und raffgierigen Egoisten !

  

(Für) uns, die Global Player  -  ist Arbeitskraft zu teuer

wir wollen alles Geld für uns allein 

Gewinne maximieren  -  Belegschaft reduzieren  

wer wird denn für and´re verantwortlich sein

Wir kippen all diese überflüss´gen Massen  -  in der uns eigenen Manier

dem Wohlfahrts-Staat als Arbeitslose vor die Tür.  (Gell do schaugst !)

  

*  Wir die galant uns Banker nennen  -  beim Zocken keine Schranken kennen

ruinieren ganze Volkswirtschaften  -  der Steuerzahler wird dafür haften

Gefühllos wir dein Häuschen pfänden  - egal für uns, wo du wirst enden

Auf Hunger in der Welt wir zocken  -  das bringt für uns den größten Brocken

Was kümmern uns die Ärmsten, uns treibt nur blanke Gier  -  Arschelöcher par excellence sind wir ! !

 

* (Doch) irgendwann ist es zuviel !  -  Bürger mach nicht bei dem bösen Spiel

immer wieder eine gute Mien´  -  Her mit der Guillo...  äh ! ...

                                                                                                                           (Vive la Révolution ! ) 

 (Doch) uns´re Bundeskröte  -  kennt nicht uns´re Nöte

klammert sich wie Pest  -  an dem Kanzler-Stuhle fest

Dreht sich im Kreis, wie der Wetterhahn im Winde

drängt jeden aus dem Weg wie´s ihr gefällt, mit G´walt

Sie betrachtet uns als ihr Gesinde  -  ihr einzig´ Ziel ist ... Macht-Erhalt !

                                                                                                                                     (... und ganz allgemein:)

Macht-Besess´ne dominier´n die Politik von heute

jeder labert dummes Zeug daher, banal

Was das kleine Wort Moral bedeutet  -  keiner weiß es mehr, fatal !

 

* Was bricht dort in den USA herein  -  wild-geworden und mit selt´nem Psycho-Knack

to make America great again  -  regiert dort nun ein Donald Duck ! 

 

* Schließlich sind da noch die einen  -  jeder weiß, wen wir hier meinen

Ob Donbas - Gaza - Kurdistan  -  zetteln sie genüsslich Kriege an

Öl in´s Feuer sie stets gießen  -  Kritiker lassen sie erschießen

Ihr Handeln ist bestimmt vom Hass  -  die Welt wird durch sie zum Pulverfass

Der schnöde Grund dafür, wir wissen es ja doch  -  sie kriegen leider keinen hoch !

 

(Und darum) wollen wir tanzen  -  und kotzig rum-strawanzen

betonen es nochmal  -  "Die ander´n sind uns scheiß-egal !"

Lasst uns auf die Pauke hauen heute  -  morgen ist uns heute noch egal, egal

Was bedeutet noch einmal ihr Leute  -  dieses kleine Wort "Moral" ? ?

 

Seltsamerweise - wenn ich dieses Lied irgendwo vortrage, herrscht danach stets betretenes Schweigen ... und niemand ist bereit dazu einen Kommentar abzugeben ...                                                             

Trotzdem - ich lasse mich davon nicht beeindrucken ...    Ob ich für mein Lied einen Waffenschein beantragen    sollte ?                                                                                                                                                (Feb. 2015)

(* in den Jahren 2015 bis 2017 hinzugefügt).

 

 

  


 

Der wahre Grund 

 

Der Sultan von dem Bosporus  -  mit seiner Sultanine 

sie kriegt von ihm nie einen Kuss  -  weil sie es nicht verdiene 

Kriegt er mal wieder keinen hoch  -  oh wei, da kriegt sie Dresche 

Knüppel schwingen kann er noch  -  massiv, aus Eberesche 

Würgemale zier´n  ihr´n Hals  -  am Hinterkopf nur Beulen 

Blutergüsse überall  -  zerrupft, es ist zum Heulen 

Am Sonntag steht ein Auftritt an  -  vor seiner Fan-Gemeinde

doch sie sich so nicht zeigen kann  -  da macht er sich doch Feinde

Damit das wird nicht all-bekannt  -  drum trägt sie ständig Kopfverband !  

                                                                                                                                                                  (März 2017)

 


 

Wer zuletzt lacht . . . 

 

Gedicht über den Landrat eines mittelbayrischen Landkreises, der zusammen mit seinem "Verkehrs-Experten-Team", eine Zufahrts-Straße sperren und verbarrikadieren ließ, die einige Jahre zuvor extra erneuert und verbreitert worden war. 

Der Gessler einst tat in der Schweizen   -   die Bürger dort gar mächtig reizen 

zwang sie zu grüßen seinen Hut    -  im Endeffekt tat´s ihm nicht gut

ward hingestreckt von Wilhelm Tell   -   Gell ! 

 

Solch Bonzen gibt es auch noch heute   -   die schikanier´n die kleinen Leute 

zu zeig´n, wie mächtig sie doch seien   -   wer Herrscher sei und wer Lakaien

Die Weisheit ham sie mit dem Löffel gefressen   -   glaub´n sie, doch das kann man vergessen

sie fühl´n sich toll und geistig hell   -   Gell !

 

Ein Beispiel dafür Heiligenstadt   -   wo der Bonze schritt zur Tat

sperrt die Straße hin zur Bahne   -   ganz ohne Grund, nur aus Schikane

Um zu sehen dann mit Häme   -   wie sich der Bürger darob gräme

Doch Bonze du, bei solchen Sachen   -   werden bald die ander´n lachen

denn die nächste Wahl naht schnell   -   Gell !            (Feb. 2001)

 

Na ja, obwohl er offiziell nicht Mitglied der Baazi-Partei ist, hat er sich doch stets von ihr protegieren lassen ...

und die hat ihm nächstes Mal wieder zur Wiederwahl verholfen.

Das Stimmvieh ist eben dumm und vor allen Dingen sehr vergesslich ... und lässt sich immer wieder von denen

den Rotz um die Backen schmieren.

Das Schicksal hat es aber trotzdem nicht so sonderlich gut mit ihm (dem Bonzen) gemeint und hat ihn mit einer hässlichen Fresse ausgestattet ...  

Eigentlich wollte ich, dass die betreffende Regional-Zeitung dieses Gedicht als Leserbrief abdruckt, doch sie weigerten sich.  -  Nein, in Gedichts-Form könnten sie dies nicht abdrucken, aber wenn ich meine Kritik in ganz normaler Weise vortragen würde, dann würden sie es tun ...

Muß man das verstehen ?