Gesellschaftliche Themen


Auf dieser Seite möchte ich wichtige gesellschaftliche Themen erörtern, die uns auf Dauer beschäftigen.


                                                                       Die allgegenwärtigen "Arlos"

 

Vorweg gesagt:  "Es gibt auf dieser Welt zu viele Arschlöcher !" 

Mit dieser Meinung bin ich in guter Gesellschaft. Schon Leonardi da Vinci schrieb in sein Tagebuch: "Manche Menschen produzieren nur Scheiße, aber nichts von Wert".

Nein, mit Arschlöcher meine ich nicht das natürliche Ausscheidungs-Organ. Dieses ist eine biologische Notwendigkeit und davon soll deshalb hier nicht die Rede sein. Ich meine das Arschloch im übertragenen Sinne.

Zur Unterscheidung gegenüber Ersterem - und auch aus ästhetischen Gründen - wollen wir dieses fortan "Arlo" nennen.   

Aufgrund meiner langjährigen Lebenserfahrung bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass mindestens neun verschiedene Unterarten des Arlos auf unserem Planeten heimisch sind, wobei festzustellen ist, dass sie in wohlhabenden Ländern vermehrt auftreten. Armut scheint für die Ausbreitung des Arlos eher hinderlich zu sein. 

 

Trotzdem kann man davon ausgehen, dass das Arlo elementar vom "Nicht-Arlo" abhängig ist. Eine Population, die praktisch nur aus Arlos besteht, ist nicht möglich. In so einer Population aus lauter Arlos - das ist meine Vermutung - würden dann die schwächeren Arlos zu Nicht-Arlos mutieren.

Folglich lebt das Arlo gewissermaßen in einer Symbiose mit dem Nicht-Arlo, wobei ich aber davon ausgehe, dass das Nicht-Arlo ganz gut ohne das Arlo überleben könnte (Ganz sicher bin ich mir dabei aber nicht). 

 

Nach meinen bisherigen Erkenntnissen kann man von folgenden neun Unterarten des Arlo ausgehen: 

1.  Der Mistbalg                              4.  das Mitläufer-Arlo                              7.  das Abzocker-Arlo 

2.  das Halbstarken-Arlo                5.  das Schleimer-Arlo                            8.  das Institutions-Arlo 

3.  das Underdog-Arlo                   6.  das Kotzbrocken-Arlo                        9.  das Riesen-Arlo 

Vorab eine grundsätzliche Frage: Wie definiert man ein Arlo ?  Was macht ein Arlo aus ?  

In-wie-fern unterscheidet es sich von anderen Lebewesen ? 

 

Das Arlo muß von seinem Äußeren her dem "Homo Sapiens" zugeordnet werden. 

Der wesentlichste Unterschied gegenüber Letzterem ist, dass ihm dessen innere Werte fehlen. Es kennt kein Sozial-Gefühl; seine Bestrebungen sind nur auf das eigene "Ich" ausgerichtet. 

Zur Erreichung ihrer egoistischen Ziele sind einige Arten des Arlos aber durchaus in der Lage, sich zu Horden oder auch viel größeren Verbänden zusammen-zu-schließen, wobei allerdings Rangkämpfe unter-einander nicht ausbleiben. Diese Fähigkeit macht das Arlo so ganz besonders gefährlich. Eine nicht weniger gefährliche Eigenschaft des Arlos ist seine Fähigkeit, anderen Menschen den Eindruck zu vermitteln, es würde sich für sie einsetzen. Auf diese Weise benutzt das Arlo andere Menschen schamlos für seine eigenen Zwecke. 

 

Als die wichtigsten Triebfedern des Arlos wären zu nennen: 

1.  Egoismus zur Erlangung materieller Vorteile                       4.  Bosheit und Sadismus 

2.  Überheblichkeit gegenüber Anderen                                    5.  Geltungssucht 

3.  Neid                                                                                      6.  Bequemlichkeit 

 

Eingangs bereits erwähnte neun Unterarten von Arlos sollen hier näher unter die Lupe genommen werden: 


   

                                                                          1.  Der Mistbalg: 

 

Dieser Typ ist als die Frühform des Arlos anzusehen. Obwohl schon von Geburt an bestimmte Anlagen eines Arlos vorhanden sind, müssen trotzdem die Eltern hauptsächlich für die Entstehung des Mistbalgs verantwortlich gemacht werden. Sie haben es versäumt, durch gezielte Erziehung rechtzeitig gegen-zu-steuern. Ob dieses Versäumnis durch Unwissenheit, Nachlässigkeit oder Affenliebe zustande kam, ist dabei unerheblich. Der Schaden wird zeitlebens nicht mehr gut-zu-machen sein.

Der Mistbalg ist daran zu erkennen, dass er meist missgelaunt ist, dass er alles für sich haben will und nicht fähig ist, etwas mit anderen zu teilen. Er hat die Fähigkeit gedanken-versunken zu spielen nie gelernt, weil er inmitten seines riesigen Spielzeug-Parks stets aufpassen muß, dass kein anderes Kind etwas davon anrührt.  

 

Wenn er nicht sofort kriegt was er im Moment will, dann bekommt er einen lautstarken Tobsuchts-Anfall - egal wo das gerade ist - während die blasse Mutter untätig und hilflos daneben-steht. Auch sonst in der Öffentlichkeit unter Erwachsenen betrachtet er es als selbstverständlich, dass er herum-toben darf, wie es ihm passt. 

Sein ganzes Handeln ist darauf gerichtet immer und überall im Mittelpunkt zu stehen. Auch nur für kurze Zeit nicht beachtet zu werden, ist für ihn unerträglich und er tut alles, damit von seiner Anwesenheit Notiz genommen werden muß. Darin ist ihm jedes Mittel recht. 

Rücksichtnahme hat man ihm nie gelehrt und er weiß, dass seine blöden Eltern sein Verhalten stets verteidigen werden. 

Er wird sein Leben lang ein Arlo bleiben, sofern nicht ein wirklich einschneidendes Erlebnis ihn auf einen anderen Weg bringt. 


                                                                    Das Halbstarken-Arlo


Dieses Exemplar ist eine zwangsläufige Fort-Entwicklung des Mistbalgs. Es ist aber auch durchaus möglich, dass ein bisher verhaltens-unauffälliges Kind in der Pubertät plötzlich zum Halbstarken-Arlo mutiert. Das ist aber in den meisten Fällen auf einen schlechten Freundeskreis zurück-zu-führen.


Dieser Typus zeichnet sich aus durch groß-mauliges Gehabe und rücksichtsloses Verhalten anderen Menschen gegenüber. Sie sind übermäßig laut und blöden ständig nur herum, auch ganz bewusst in der Öffentlichkeit. Sie finden sich selber absolut "cool" und alle anderen Menschen "doof". Groteskerweise finden sie dadurch gerade bei den sehr jungen Mädchen immer viel Bewunderung.

Sie legen ganz besonderen Wert darauf, immer nach den neuesten Mode-Trends gekleidet zu sein, ganz gleich, wie idiotisch diese auch sein mögen. Selbst-redend tragen sie nur "Marken-Klamotten" von ganz bestimmten Trend-Firmen. Der Preis spielt dabei keine Rolle, denn das zahlen ohnehin die doofen Eltern. Um als besonders "cool" zu gelten ist es auch äusserst wichtig, die Hose bis zu den Knien hinunter zu hängen, auch wenn sie dadurch immer breitbeinig gehen müssen, um die Hose nicht ganz zu verlieren.

Dem-entsprechend ist dann auch ihr Gang und ihre Haltung. Mit gekrümmtem Rücken, den Kopf zwischen die Schultern gezogen, haben sie diesen wahlweise unter einer Kapuze versteckt, oder mit einer Trend-Zombie-Mütze getoppt. Auf letzterer steht dann in Goldlettern die Initialen einer amerikanischen Stadt, von der sie noch nie etwas gehört haben. Beide Hände tief in den Hosentaschen vergraben, schlürfen sie breit-beinig dahin; also absolut vertrottelt. Dazu der Gesichts-Ausdruck, variierend zwischen abschätzig, bösartig bis grenz-debil. Als besonders "cool" gilt es auch, alle 10 Sekunden auf den Boden zu spucken oder so vor sich hin zu seifern. Wer dann nach einiger Zeit die größte Pfütze vor seinen Füßen hat, der ist dann wohl der "Ober-Coolste".  


Eigentlich müßig zu erwähnen, dass das Halbstarken-Arlo durchaus schlechte schulische Leistungen aufzuweisen hat. Und es sabotiert jeglichen vernünftigen Unterricht in der Schule, denn Schule ist ja "doof" und die Lehrer sowieso. Folglich spricht es auch ein schlechtes Deutsch und verfügt nur über einen eingeschränkten Wortschatz; doch auch das gilt als besonders "cool". Und selbst-verständlich wird auch die Zigarette im Mund als besonderes Status-Symbol gewertet.


Im Gegensatz zum männlichen Halbstarken-Arlo tragen die weiblichen in der Regel keine Schlabber-Klamotten und auch das Spucken gehört bei ihnen nicht zum Imponier-Gehabe. Natürlich legen auch sie größten Wert auf die neuesten Mode-Trends, je affiger um so besser. Und ohne ein Smartphone in der Pfote sich in der Öffentlichkeit zu zeigen; das geht schon gar nicht !

Was den Gesichts-Ausdruck anbelangt, da ist vor allem heraus-fordernd, rotzig bis ständig beleidigt angesagt.


Zusammen-fassend kann gesagt werden, dass das Halbstarken-Arlo sich als besonders großartig und allen anderen Menschen weit überlegen vorkommt. Auch wenn es dies nicht begründen kann, sieht es sich doch als Nabel der Welt, als Meister, der vom Himmel gefallen ist. Und folglich wird jegliche Aufforderung irgend-welche Leistung zu erbringen, von ihm als unerhörte Zumutung empfunden. Es ist davon auszugehen, dass es sein Leben als Underdog-Arlo fortsetzen wird ... oder als zukünftige Bevölkerung der Gefängnisse.       


Schon im Oktober 2007 begonnen, habe ich diesem Thema im Jahre 2012 und 2013 Beiträge hinzu-gefügt. Und ich habe vor, auch in der Zukunft all die weiteren Unter-Arten des Arlo kritisch unter die Lupe zu nehmen.

"Gut Ding muß lange Weile haben", sagt ein Sprichwort und ich möchte doch nicht eine leichtfertige Analyse über diese unangenehme Mutation des Menschen abgeben. Versäume also nicht, gelegentlich wieder auf meiner Website vorbei-zu-schauen.